
Im Zentrum der Vulkaninsel Nisyros liegen mehrere eindrucksvolle Krater, die durch hydrothermale Explosionen entstanden. Dabei stieg heißes Magma aus der Tiefe auf, erhitzte plötzlich Grundwasser, und der entstehende Druck führte zu gewaltigen Dampfexplosionen. Die letzten Ausbrüche dieser Art ereigneten sich 1886, und neue Aktivitäten sind jederzeit möglich, denn der Vulkan und seine Magmakammern sind weiterhin aktiv.
Besonders bekannt sind der große Stefanos-Krater und der Polyvotis-Krater. Hier kann man kochende Schlammlöcher und zahlreiche Fumarolen beobachten, die Temperaturen von über 100 °C erreichen. Bei Windstille besteht allerdings Lebensgefahr, weil sich am Boden Kohlendioxidgas sammelt, das schwerer als Luft ist. Auch die Schlammlöcher sind gefährlich – man sollte unbedingt Abstand halten.
Etwas südöstlicher liegen die Kaminakia-Krater, die weniger riskant, aber geologisch ebenso spannend sind. Dort findet man schwarze Schlacke und dicke Schwefelkrusten.
Die gesamte Insel Nisyros gehört seit 2015 zum UNESCO Global Geopark Netzwerk. Ziel des UNESCO-Geoparks Nisyros ist es, das einzigartige vulkanische Erbe, die geologische Vielfalt und die Natur der Insel zu schützen und nachhaltig für Bildung, Forschung und sanften Tourismus zu nutzen.
